Energie

PRO-GE Binder: ProduktivitĂ€tsrat bestĂ€tigt hohe Energiepreise als grĂ¶ĂŸten Wettbewerbsnachteil

PRO-GE Binder: ProduktivitĂ€tsrat bestĂ€tigt hohe Energiepreise als grĂ¶ĂŸten Wettbewerbsnachteil
📆 4.12.2025 🕑 12:50
| Emittent: ÖGB Österreichischer Gewerkschaftsbund |

FachkrÀfteoffensive entscheidend, um Transformation gut zu bewÀltigen

Gestern, Mittwoch, legte der ProduktivitĂ€tsrat seinen jĂ€hrlichen Bericht vor. „Der ProduktivitĂ€tsrat bestĂ€tigt, was die Gewerkschaften bereits seit lĂ€ngerem fordern: Um die Transformation der Industrie gut bewĂ€ltigen zu können, muss die Politik gestaltend eingreifen“, betont Reinhold Binder, Bundesvorsitzender der Produktionsgewerkschaft (PRO-GE). Die Expert:innen bestĂ€tigen, dass Österreich gute Voraussetzungen hat, den Strukturwandel gut zu bewĂ€ltigen, dennoch, so Binder, mĂŒssen einige Hausaufgaben gemacht werden, damit der Industriestandort auch in Zukunft erfolgreich bestehen kann.

Als besondere Herausforderung werden im Bericht die hohen Energiekosten genannt. „Es wurde eindeutig klargestellt, dass der grĂ¶ĂŸte Wettbewerbsnachteil die Preise fĂŒr Strom und Gas sind und nicht die Lohnentwicklung. Das sei jenen ins Stammbuch geschrieben, die uns glauben machen wollen, mit Lohndumping lassen sich alle Probleme lösen“, unterstreicht der Gewerkschafter. Im Bereich der Energiepreise habe die Bundesregierung bereits einiges auf den Weg gebracht, der Ausbau erneuerbarer Energie mĂŒsse aber weiter forciert werden.

„Wie auch die Gewerkschaften fordert der ProduktivitĂ€tsrat eine FachkrĂ€fteoffensive. Die gut ausgebildeten und engagierten FachkrĂ€fte sind ein Standortvorteil fĂŒr Österreich. Das dĂŒrfen wir nicht verspielen. Daher muss die Weiterqualifizierung der BeschĂ€ftigten in den Fokus rĂŒcken, um den neuen Herausforderungen gerecht zu werden“, sagt Binder.

Eine aktive Industriepolitik mĂŒsse sich darum kĂŒmmern, jene Bereiche zu stĂ€rken, in denen Österreich bereits zum Spitzenfeld gehört. Als Beispiele nennt Binder die Bahnindustrie und die Halbleiterindustrie. Andere Bereiche mĂŒssen bei der Transformation unterstĂŒtzt werden. Und nicht zuletzt gehe es darum, als Österreich und Europa unabhĂ€ngiger von Drittstaaten zu werden. Hier spiele die Beschaffungspolitik eine große Rolle und auch der Bereich der Recyclingwirtschaft mĂŒsse ausgebaut werden. „Trotz der derzeitigen SchwĂ€chen bin ich zuversichtlich, dass in unserem Land auch in Zukunft die Industrie eine entscheidende Rolle spielen wird. Wichtig dabei ist, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einzubinden. Denn nur gemeinsam können wir den Strukturwandel erfolgreich gestalten“, so der PRO-GE Vorsitzende abschließend.

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