SPĂ-EU-Abgeordneter fordert Reform des âMerit-Order-Systemsâ und vollen Fokus auf erneuerbare EnergietrĂ€ger
Mit ihrem Brief an die EU-Mitgliedstaaten hat KommissionsprĂ€sidentin von der Leyen erste MaĂnahmen in Aussicht gestellt, um die seit Beginn des Iran-Krieges steigenden Energiepreise einzudĂ€mmen. WĂ€hrend von der Leyen dabei zwar auf die Probleme aus dem âMerit-Order-Prinzipâ eingeht, wodurch sich der Strompreis am Kraftwerk mit den höchsten Entstehungskosten richtet, soll an diesem System nichts geĂ€ndert werden. Geplant ist lediglich der Abbau von HĂŒrden fĂŒr langfristige StromabnehmervertrĂ€ge. âDas ist zu wenig und kommt auĂerdem viel zu spĂ€tâ, kritisiert SPĂ-EU-Abgeordneter GĂŒnther Sidl die AbsichtserklĂ€rung der Kommission und ergĂ€nzt: âSpĂ€testens seit dem russischen Angriff auf die Ukraine und der Preisexplosion am Energiemarkt wissen alle, dass das aktuelle System nicht funktioniert. Die EU-Kommission hat sich schon damals auf den nicht funktionierenden Markt verlassen und jetzt macht sie genau so weiter. Was Europa wirklich braucht, ist eine echte Reform des âMerit-Order-Systemsâ und vollen Fokus auf den Ausbau erneuerbarer EnergietrĂ€ger. Nur so können wir unsere AbhĂ€ngigkeiten im Energiebereich nachhaltig reduzieren!â ****
Kritik ĂŒbt Sidl auch an den jĂŒngsten Aussagen von der Leyens, in denen sie den Ausstieg aus der Atomkraft als strategischen Fehler bezeichnet hatte: âEuropa braucht auf dem Energiesektor endlich einen klaren Kurs und der kann nur in Richtung erneuerbarer Energie gehen. Mit solchen Aussagen oder MaĂnahmen wie der Taxonomieverordnung geht viel Kraft verloren, die wir fĂŒr den Ausbau der Erneuerbaren und den Ausbau unserer Netze dringend brauchen. Es ist höchste Zeit, dass wir den Energiesektor in der EU zukunftsfit machen – und dabei werden Technologien aus der Vergangenheit nicht helfen.“ (Schluss) le/lw
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