âFPĂ bringt Antrag zur Neuevaluierung heimischer ErdgaslagerstĂ€tten und Erdgasförderung ein â Ăsterreich braucht Versorgungssicherheit statt energiepolitischer Doppelmoralâ
Deutliche Kritik an der energiepolitischen Doppelmoral der ĂVP ĂŒbten heute die beiden FPĂ-Energiesprecher NAbg. Axel Kassegger und NAbg. Paul Hammerl anlĂ€sslich des offiziellen Produktionsstarts des OMV-Erdgasfelds Wittau in Niederösterreich: âHeute feiert die ĂVP den Start der heimischen Gasproduktion in Wittau als historischen Beitrag zur Versorgungssicherheit. Gleichzeitig schreibt dieselbe ĂVP seit Jahren KlimaneutralitĂ€t 2040, ,Raus aus Gasâ und das Ende fossiler EnergietrĂ€ger auf ihre Fahnen. Das ist keine Energiepolitik, das ist âmaximale Verbiegung in Reinformââ
Der Produktionsstart in Wittau zeige in aller Deutlichkeit, was die FPĂ seit Jahren sage. âĂsterreich braucht Gas â fĂŒr die Industrie, fĂŒr die Versorgungssicherheit, fĂŒr wettbewerbsfĂ€hige Energiepreise und fĂŒr den Wirtschaftsstandort. Wer Gas ideologisch verteufelt, gefĂ€hrdet ArbeitsplĂ€tze, Wohlstand und die industrielle Basis unseres Landesâ, erklĂ€rten die beiden Energiesprecher.
Besonders deutlich werde die WidersprĂŒchlichkeit der ĂVP-Politik beim Blick auf den Industriestandort. âĂber 36.000 IndustriearbeitsplĂ€tze sind in den letzten Jahren bereits verloren gegangen. Energieintensive Betriebe stehen massiv unter Druck. Wer in dieser Situation so tut, als könne Ăsterreich ohne leistbare Gasversorgung auskommen, betreibt keine Standortpolitik, sondern RealitĂ€tsverweigerungâ, betonten Kassegger und Hammerl.
Auch die kĂŒnftige Stromversorgung werde ohne Gas nicht funktionieren. âDer steigende Strombedarf durch Rechenzentren, Digitalisierung, Industrie und Elektrifizierung wird nicht allein mit Wunschdenken und politischen Parolen gedeckt werden können. Gaskraftwerke werden als flexible, steuerbare Kraftwerke gebraucht, gerade dann, wenn Wind und Sonne nicht liefern könnenâ, sagten die FPĂ-Energiesprecher.
Aus diesem Grund werde die FPĂ in der kommenden Nationalratssitzung einen Antrag zur Forcierung der heimischen Erdgasförderung einbringen. Darin wird die schwarz-rot-pinke Regierung aufgefordert, dem Nationalrat ehestmöglich einen umfassenden Bericht samt MaĂnahmenplan vorzulegen. Dieser soll unter anderem eine zentrale und vollstĂ€ndige Erhebung sĂ€mtlicher österreichischer Erdgas-Förderpotenziale, eine Aktualisierung frĂŒherer SchĂ€tzungen zu möglichen Erdgasvorkommen, eine AbschĂ€tzung technisch und wirtschaftlich förderbarer Mengen sowie einen konkreten Zeit- und Umsetzungspfad fĂŒr allfĂ€llige nutzbare Vorkommen enthalten. âWir wollen endlich eine faktenbasierte Bewertung der heimischen GaslagerstĂ€tten und Gasfördermöglichkeiten. Es ist völlig absurd, wenn andere europĂ€ische Staaten ihre eigenen Gasressourcen strategisch prĂŒfen und nutzen, wĂ€hrend Ăsterreich mögliche Potenziale aus ideologischen GrĂŒnden ignoriert oder wirtschaftlich verunmöglichtâ, kritisierten Kassegger und Hammerl.
Die Bundesregierung mĂŒsse daher endlich aufhören, linken Utopien nachzulaufen. âWir benötigen eine Energiepolitik, die sich an Physik, Ăkonomie und Versorgungssicherheit orientiert und nicht an ideologischen Schlagworten. Gas ist kein Feindbild, sondern ein unverzichtbarer Bestandteil einer realistischen Energieversorgungâ, so die FPĂ-Energiesprecher.
âHeimische Gasförderung erhöhe die UnabhĂ€ngigkeit, sichere Wertschöpfung im Land und stĂ€rke den Standort Ăsterreich. âWenn die ĂVP heute in Wittau Gas als Beitrag zur Versorgungssicherheit feiert, dann soll sie auch den Mut haben, ihre falsche ,Raus aus Gasâ-Politik zu beenden. Ăsterreich braucht keine energiepolitischen Verrenkungen, sondern endlich Hausverstand. Genau deshalb bringen wir im Parlament einen Antrag ein, der die heimischen Erdgaspotenziale endlich transparent, sachlich und umfassend neu bewerten sollâ, stellten Kassegger und Hammerl klar.
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