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Ohne Windkraft keine Energiewende: Wie Ă–sterreich im internationalen Vergleich hinterherhinkt

Ohne Windkraft keine Energiewende: Wie Ă–sterreich im internationalen Vergleich hinterherhinkt
📆 15.06.2026 🕑 10:00
| Emittent: oekostrom AG |

Windkraft sichert Versorgung, stabilisiert Energiepreise und verringert die Abhängigkeit von fossilen Importen. Weltweit wird so viel Windkraft errichtet wie nie zuvor – während in Österreich zahlreiche Projekte in langwierigen Verfahren stecken bleiben. Anlässlich des Internationalen Tags des Windes unterstreicht die oekostrom AG die zentrale Rolle der Windenergie. Das Unternehmen betreibt in Österreich, Deutschland und Tschechien insgesamt 21 Windparks.

Laut Global Wind Report 2026 des GWEC wurden 2025 weltweit 165 Gigawatt neue Windkraftleistung installiert – ein Plus von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr¹. Die globale Gesamtkapazität stieg damit auf rund 1.299 Gigawatt. In Österreich wuchs die installierte Leistung im selben Zeitraum lediglich um sechs Prozent auf 4.221 MW² – weit hinter der internationalen Dynamik und den eigenen Ausbauzielen.

Projekte vorhanden, aber Ă–sterreich verliert Tempo

Laut IG Windkraft befinden sich derzeit Projekte mit rund 3.500 MW in Genehmigungsverfahren – fast eine Verdoppelung der aktuell installierten LeistungÂł. Langwierige Genehmigungen, fehlender Netzausbau und politische Unsicherheiten bremsen jedoch die Umsetzung. „In Ă–sterreich sind die Energiepreise strukturell höher als in Deutschland. Das liegt daran, dass Ă–sterreich – hier vor allem die Bundesländer – den Ausbau der Windkraft ständig verzögert. Die Leidtragenden sind am Ende Haushalte, Unternehmen und der Wirtschaftsstandort Ă–sterreich“, sagt Ulrich Streibl, CEO der oekostrom AG.

Versorgungssicherheit braucht Windkraft

Gerade in den Wintermonaten, wenn der Strombedarf besonders hoch ist, liefert Windenergie verlässlich große Mengen erneuerbaren Stroms. Gemeinsam mit Photovoltaik und Speicherlösungen bildet sie das Rückgrat eines resilienten Energiesystems. Die oekostrom AG verfügte Ende 2025 über eine Erzeugungskapazität von 105 MW und produzierte rund 183 GWh Strom aus erneuerbaren Quellen. Bereits 2026 soll die Kapazität auf rund 150 MW steigen – unter anderem durch den Windpark Erftstadt-Erp sowie Hybridkraftwerke aus Wind, Photovoltaik und Speichertechnologie.

Erfolgreiche Projektumsetzung in Deutschland

Wie zĂĽgige Realisierung gelingen kann, zeigt das Gemeinschaftsprojekt mit Green Planet Energy in Erftstadt (Nordrhein-Westfalen): Sechs Windkraftanlagen wurden errichtet, derzeit laufen die finalen Netzanschlussarbeiten. Die Inbetriebnahme ist fĂĽr Sommer 2026 geplant. „Das Projekt belegt, dass Windparks trotz anspruchsvoller Bedingungen rasch umgesetzt werden können. In Deutschland sank die Genehmigungsdauer zuletzt deutlich auf knapp 17 Monate. Allerdings drohen neue HĂĽrden wie der Redispatch-Vorbehalt, der eine entschädigungslose Abregelung neuer Anlagen ermöglichen soll – mit erheblichen Risiken fĂĽr Wirtschaftlichkeit und Investitionen“, ergänzt Nils MĂĽller, Vorstand von Green Planet Energy.

(1): Afrikas grĂĽne Wende: Wie SĂĽdafrikas Wind-Rekord den Kontinent verändert – WKO

(2): Windkraft in Ă–sterreich | IG Windkraft

(3): In Zeiten drohender Energiekrise: EABG bringt erste Schritte – begrenzte Ambition bleibt zentrales Problem | IG Windkraft

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Laura Ertl, PR- und Content-Managerin oekostrom AG
0676/6119716, laura.ertl@oekostrom.at

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